Die ersten 15 Minuten entscheiden über den Schaden: Was Sie beim Rohrbruch sofort tun müssen – Schritt für Schritt.
Die ersten 5 Minuten: Schaden begrenzen
- 1. Hauptabsperrventil zudrehen – meist im Keller, Hausanschlussraum oder unter der Spüle. Rechtsdrehung schließt. Jede Minute zählt: Ein geplatztes 20-mm-Rohr drückt bis zu 50 Liter pro Minute ins Mauerwerk.
- 2. Strom im betroffenen Bereich abschalten – Wasser und Steckdosen vertragen sich nicht. Sicherungen der betroffenen Räume raus, im Zweifel der Hauptschalter.
- 3. Wasser aufnehmen und abfließen lassen – Eimer, Handtücher, Nass-Sauger. Läuft Wasser nach unten durch, warnen Sie die Nachbarn unter Ihnen.
- 4. Druck aus der Leitung nehmen – Wasserhähne öffnen, damit Restwasser kontrolliert abläuft statt weiter aus dem Schaden zu drücken.
- 5. Fotos machen – Schaden und Ursache dokumentieren, bevor aufgeräumt wird. Ihre Versicherung wird danach fragen.
Dann: den Klempner rufen
Schildern Sie am Telefon kurz und klar: Was ist passiert, wo tritt Wasser aus, was haben Sie bereits abgestellt? Ein guter Notdienst sagt Ihnen direkt die voraussichtliche Anfahrtszeit und die Kostenrahmen für Anfahrt und erste Abdichtung – fragen Sie danach, bevor jemand losfährt.
Was der Fachbetrieb vor Ort macht
- Leckortung: Nicht immer ist der Schaden dort, wo das Wasser austritt. Mit Thermografie, Akustik und Feuchtemessung finden wir die Bruchstelle ohne großflächiges Aufreißen.
- Notabdichtung: Die Leitung wird gesichert und der Schadensbereich abgeschottet – das Haus ist erst mal wieder benutzbar.
- Trocknung: Feuchtigkeit in Wänden und Estrich muss technisch getrocknet werden, sonst droht Schimmel. Wir koordinieren Trocknungsgeräte und Messprotokoll.
- Schadensbericht: Dokumentation für Gebäude- und Hausratversicherung – bei uns Teil des Notdienst-Termins.
Typische Ursachen – und wie Sie vorbeugen
- Frost: Unbeheizte Leitungswege (Garage, Garten, Dachboden) vor dem Winter ablassen oder dämmen.
- Korrosion: Alte verzinkte Stahlleitungen haben nach 40+ Jahren ausgedient – rechtzeitig sanieren statt auf den Schaden warten.
- Montagefehler: Klemmstellen und DIY-Verbindungen sind Klassiker unter den Schadensursachen.
- Wasserdruck: Dauerhaft über 6 bar belastet jede Verbindung – ein Druckminderer schützt die gesamte Installation.
Fazit
Beim Rohrbruch entscheiden die ersten 15 Minuten über die Schadenhöhe. Hauptventil zu, Strom raus, Fotos machen, Profi rufen – mehr müssen Sie nicht wissen. Speichern Sie unsere Nummer am besten jetzt.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Fachberatung vor Ort. Bei akuten Schäden zählt jede Minute – rufen Sie direkt an statt zu lesen.