Was das Gebäudeenergiegesetz verlangt, welche Zuschüsse es gibt – und wann sich der Tausch auf Wärmepumpe & Co. wirklich rechnet.
Was das GEG wirklich verlangt
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verpflichtet beim Austausch einer Heizung grundsätzlich auf mindestens 65 % erneuerbare Energien. Wichtig: Bestehende Anlagen dürfen weiterlaufen und repariert werden – die Pflicht greift erst beim Tausch. Übergangsfristen, Heizungsarten und Ausnahmen machen die Lage kompliziert; pauschale Panik ist fehl am Platz.
Welche Optionen 2026 realistisch sind
- Wärmepumpe: Der Standard für gut gedämmte und sanierbare Häuser. Arbeitet auch mit alten Heizkörpern, wenn die Vorlauftemperatur passt – das prüft eine Heizlastberechnung.
- Hybridanlage: Wärmepumpe plus Gas-Brennwert als Spitzenlast – sinnvoll bei hohen Heizlasten und als Übergangslösung.
- Gas-Brennwert mit H₂-Ready: Nur in Ausnahmefällen GEG-konform (z. B. Anschluss an Wärmenetz oder Biomethan-Anteil) – nicht überall verfügbar.
- Fernwärme: Wo ein Wärmenetz existiert oder geplant ist, oft die einfachste Lösung – Kommunalpläne der Stadt abwarten kann sich lohnen.
- Pelletheizung: Für ländliche Lagen mit Platz für Lagerung eine bewährte Biomasse-Option.
Förderung: Das gibt es aktuell
- BAFA-Grundzuschuss: 30 % für den Umstieg auf erneuerbare Wärme – etwa die Wärmepumpe.
- Klima-Geschwindigkeitsbonus: zusätzlich bis zu 20 %, wenn eine funktionierende Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder alte Gasheizung frühzeitig ersetzt wird (Staffelung beachten).
- Einkommensbonus: weitere 30 % bei zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 €.
- Deckel: Die Förderung ist auf 70 % der förderfähigen Kosten begrenzt; förderfähig sind max. 30.000 € Anlagekosten im Einfamilienhaus.
- Alternativ KfW-Kredit: zinsgünstige Finanzierung statt oder zusätzlich zum Zuschuss.
Was der Tausch real kostet
Eine Wärmepumpe fürs Einfamilienhaus kostet installiert typischerweise 25.000–35.000 €, eine Gas-Brennwerttherme 8.000–12.000 €. Nach Förderung relativieren sich die Unterschiede deutlich – entscheidend sind die Betriebskosten über 15 Jahre. Wir rechnen beide Wege für Ihr Haus konkret durch.
Fazit
Nicht jede Heizung muss sofort raus – aber jede alte Heizung braucht einen Plan. Wer jetzt prüfen lässt, tauscht aus einer Position der Stärke heraus: mit Förderung, ohne Zeitdruck und mit der Technik, die zum eigenen Haus passt.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Förderprogramme ändern sich regelmäßig – wir prüfen für Sie kostenlos, welche Förderung in Ihrem Fall aktuell greift.
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