Eine sauber getapezierte Wand verändert einen Raum grundlegend. Welche Tapeten es gibt, welche Technik zu welchem Untergrund passt und die Fehler, die jeder Anfänger macht.
Die richtige Tapete für jeden Zweck
Vliestapeten sind die Allrounder: robust, formstabil und einfach zu verarbeiten – die Kleister kommt direkt an die Wand.
Papiertapeten sind günstig und atmungsaktiv, aber empfindlich bei der Verarbeitung.
Vinyltapeten sind abwaschbar und ideal für Küche, Bad und stark genutzte Flure.
Glasgewebe deckt Risse und unebene Untergründe ab – beliebt in Altbauten.
Vorbereitung ist die halbe Miete
Der größte Fehler: Tapezieren auf Staub und Unebenheiten. Der Untergrund muss trocken, sauber, tragfähig und glatt sein.
Löcher und Risse mit Spachtelmasse schließen, anschließend grundieren. Bei stark saugenden Untergründen (Gipskarton) ist eine Grundierung Pflicht, sonst trocknet der Kleister zu schnell ein.
Strom aus, Steckdosen und Schalter demontieren, Leitungen abkleben. Sauberes Arbeiten beginnt vor der ersten Bahn.
Die Bahn für Bahn: Anleitung für saubere Ergebnisse
Beginnen Sie an einer Fenster- oder Türseite und arbeiten Sie sich gegen den Lichtfall vor – so sehen Sie Überstände sofort.
Erste Bahn absolut lotrecht ansetzen, jede weitere Bahn knapp anstoßen, ohne Überlappung. Nahtroller leicht andrücken – nicht quetschen.
Bei Mustertapeten: Rapport beachten und genug Zuschlag einplanen. Ein Rapport-Fehler kostet meist eine ganze Bahn.
Wann lohnt sich der Profi?
Bei Raufasertapeten in großen Räumen, Mustertapeten mit Rapport, Decken und schwierigen Ecken zahlt sich ein Maler aus.
Kosten: einfaches Tapezieren 8 – 12 € pro m², inklusive Material und Vorbereitung 15 – 25 €. Für ein Wohnzimmer mit 40 m² Wandfläche: 600 – 1.000 € vom Profi.
Gerade in Mietwohnungen lohnt der Profi doppelt: saubere Kanten an Decken und Sockelleisten sind beim Auszug die halbe Kaution.
Fazit
Tapezieren ist keine Hexerei – aber Handarbeit, die Übung braucht. Wer Wert auf perfekte Kanten, Rapportgenauigkeit und dauerhaft schöne Wände legt, ist mit einem Maler auf der sicheren Seite. Für kleine Projekte lohnt der Selbstversuch mit Vlies- oder Raufasertapeten.
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